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Heißluftfritteuse ohne Teflon und PFAS: Glas, Edelstahl, Keramik

Best Non-Toxic Air Fryer Guide: Safer Materials, PFAS-Free Claims & Buying Tips

Wer eine Heißluftfritteuse ohne Teflon sucht, stößt schnell auf drei Wörter: Glas, Edelstahl und Keramik. Alle drei klingen nach der Lösung. Keines davon verrät aber, ob Ihr Essen am Ende auf einer Beschichtung liegt und woraus diese besteht. Ein Glasbehälter kann ein beschichtetes Blech enthalten. Ein Gehäuse aus Edelstahl kann einen beschichteten Garraum umschließen. Und Keramik ist selbst eine Beschichtung.

Hier geht es deshalb um die Flächen, die das Essen berühren: Korb, Garraum, Einsatz und Blech. Wir haben die Angebote auf amazon.de Zeile für Zeile gelesen, dazu zwei aktuelle Berichte der Stiftung Warentest, Hinweise der Verbraucherzentrale und den Stand des EU-Verfahrens zu PFAS. Wo eine Angabe fehlt, schreiben wir das dazu.

Das Wichtigste in Kürze

Es gibt drei Wege zu einer Heißluftfritteuse, die laut Angebot ohne PFAS auskommt: ein Garbehälter aus Glas, ein Edelstahlgehäuse mit keramikbeschichtetem Garraum oder ein Gerät mit Keramikbeschichtung in der günstigeren Klasse. Ganz ohne Beschichtung ist keines der drei Geräte in unserer Auswahl.

Teflon ist ein Markenname für PTFE, und PTFE gehört zu den PFAS. Eine Angabe wie „PFOA/PFOS-frei“ reicht laut Stiftung Warentest nicht: Andere PFAS könnten trotzdem enthalten sein.

Entscheidend ist der Satz über Korb, Einsatz und Bleche, nicht der Produkttitel.

Ein EU-weites PFAS-Verbot ist vorgeschlagen, aber noch nicht beschlossen (Stand Oktober 2026). Ein Verbot von Heißluftfritteusen selbst steht nicht im Raum.

Die Stiftung Warentest hat 42 Heißluftfritteusen geprüft und die Übersicht am 3. September 2026 veröffentlicht. Seit 2026 misst sie dabei auch den Gehalt organischer Fluorverbindungen in der Beschichtung. Die Einzelergebnisse stehen hinter einer Bezahlschranke. Wir nennen deshalb keinen Testsieger.

Cupindy hat keines der Geräte im Labor geprüft. Alle Angaben stammen aus den Angeboten, aus Kundenbewertungen oder aus den unten genannten Quellen.

Von Sara Ibrahim. Sara Ibrahim recherchiert Haushalts- und Küchenprodukte für Cupindy. Wir werten aus, was Hersteller und Händler selbst über ihre Geräte veröffentlichen, zitieren es im Wortlaut und sagen klar, wo die verfügbaren Informationen aufhören. Zuletzt geprüft am 23. Oktober 2026.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Wenn Sie über Links auf dieser Seite einkaufen, erhält Cupindy möglicherweise eine Provision. Am Preis ändert sich für Sie nichts, und auch nicht daran, welche Geräte wir empfehlen oder was wir über sie schreiben. Kein Hersteller hat für eine Platzierung bezahlt oder diesen Text vor der Veröffentlichung gesehen.

Unsere Auswahl auf amazon.de

Wir haben die Auswahl für Deutschland neu getroffen und jedes Gerät einzeln auf amazon.de geprüft: Wird es nach Deutschland geliefert, gibt es Bewertungen von Käufern in Deutschland, und was steht zur Beschichtung im Angebot? Geblieben sind drei Geräte, eines für jeden Weg. Jedes hat einen Haken, den wir dazuschreiben.

Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Mit * gekennzeichnete Links sowie alle Produktnamen und Schaltflächen in den Empfehlungen sind Affiliate-Links (Werbelinks).

Ninja CRISPi FN101*

Behälter aus Glas

Leistung und Fassungsvermögen
1.700 W, 3,8 l und 1,4 l

Was das Angebot zur Beschichtung sagt
„ohne PFAS*“, im Satz bezogen auf die Glasbehälter; dazu „2 Antihaft-Knusperbleche“

Haken
Das Essen liegt auf einem beschichteten Blech

Cosori Iconic Single*

Edelstahlgehäuse, Garraum mit Keramikbeschichtung

Leistung und Fassungsvermögen
1.725 W, 6,2 l

Was das Angebot zur Beschichtung sagt
PFAS- und PTFE-freie Keramikbeschichtung von PPG, SGS-zertifiziert

Haken
Ein Käufer hält „PFAS-frei“ für Werbung; Angaben zur Spülmaschine widersprüchlich

Cosori TurboBlaze*

Garraum mit Keramikbeschichtung, Metall

Leistung und Fassungsvermögen
1.725 W, 6 l

Was das Angebot zur Beschichtung sagt
Dieselbe Angabe wie beim Iconic Single

Haken
Ein Käufer meldet abgelöste Beschichtung am Grillrost

Angaben: amazon.de, abgerufen am 23. Oktober 2026. Bewertungen und Verfügbarkeit ändern sich.

1. Ninja CRISPi FN101: Glas, mit einem Haken bei den Blechen

Ninja CRISPi FN101*

Garbehälter aus Glas, 1.700 W

Wer eine Heißluftfritteuse aus Glas sucht, landet auf amazon.de schnell beim Ninja CRISPi. Laut Angebot arbeitet das Modell FN101EUSTGD mit 1.700 W und 230 V und hat zwei Garbehälter aus Glas, einen mit 3,8 l und einen mit 1,4 l. Durch das Glas sehen Sie, was im Behälter passiert.

Im Angebot steht wörtlich: „Zuverlässiges Kochen ohne PFAS*: mit CleanCrisp-Glasbehältern zum Kochen und Aufbewahren“. Zwei Dinge daran sind wichtig. Erstens gehört ein Sternchen zur Angabe, und die Fußnote dazu haben wir im Angebot nicht gefunden. Zweitens nennt der Satz die Glasbehälter. Ob die Angabe auch für die Bleche im Behälter gilt, steht dort nicht.

Der Haken: Laut Angebot hat das Gerät „2 Antihaft-Knusperbleche“, und im Datenfeld des Angebots heißt es „Hat Antihaftbeschichtung: Ja“. Diese Bleche liegen im Glasbehälter, und auf ihnen liegt das Essen. Woraus ihre Beschichtung besteht, haben wir im Angebot nicht gefunden. Wer gar keine Beschichtung will, ist hier falsch. Fragen Sie im Zweifel bei Ninja nach, was das Sternchen bedeutet und wie die Bleche beschichtet sind.

Die Bewertungen auf amazon.de gelten für mehrere Varianten zugleich, nicht nur für dieses Modell.

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2. Cosori Iconic Single: Edelstahl außen, Keramik innen

Cosori Iconic Single*

Edelstahlgehäuse, Keramik im Garraum, 1.725 W

Die Cosori Iconic Single (Modell CAF-SE601S-CEU) ist die Wahl für alle, die eine Heißluftfritteuse aus Edelstahl mit einer großen Kammer suchen. Laut Angebot fasst sie 6,2 l und hat 1.725 W. Das Gehäuse ist aus Edelstahl, und Cosori gibt an, das Gerät bestehe zu „96 % Metall“. Unter den drei Geräten war es am 23. Oktober 2026 das teuerste.

Was „Edelstahl“ hier bedeutet, steht im selben Angebot: Der Garraum ist beschichtet, und zwar mit Keramik. Cosori schreibt dazu wörtlich: „SGS-zertifizierte, PTFE-freie Beschichtung von PPG; auf 30.000 Reibungszyklen getestet“. An anderer Stelle nennt das Angebot die Keramikbeschichtung PFAS-frei. Das ist eine vergleichsweise genaue Angabe: Sie nennt den Beschichtungshersteller und eine Prüfstelle. Das Zertifikat haben wir aber nicht gesehen und die 30.000 Zyklen nicht nachgeprüft.

Ein Käufer hält „PFAS-frei“ in einer Bewertung vom April 2026 für Marketing. Das ist eine Meinung, kein Messergebnis. Derselbe Käufer schreibt, der Korb sei nicht für die Spülmaschine geeignet, obwohl das Angebot das Gegenteil sagt. Er rät zur Handwäsche. Was für Ihr Gerät gilt, steht in der Bedienungsanleitung. Solange das offen ist, waschen Sie den Korb lieber von Hand.

Im Datenfeld des Angebots steht bei der Spannung 220 V, im deutschen Netz liegen 230 V an. Den zulässigen Spannungsbereich finden Sie auf dem Typenschild und in der Anleitung.

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3. Cosori TurboBlaze: Keramik in der günstigeren Klasse, mit Vorbehalt

Cosori TurboBlaze*

Keramik im Garraum, 1.725 W

Die Cosori TurboBlaze (Modell CAF-DC601-KEU) ist die günstigere Art, eine Heißluftfritteuse mit Keramikbeschichtung zu kaufen. Laut Angebot fasst sie 6 l und hat 1.725 W. Zur Beschichtung steht im Angebot wörtlich dasselbe wie beim Iconic Single: PFAS- und PTFE-freie Keramikbeschichtung von PPG, SGS-zertifiziert.

Der Haken: In einer Ein-Stern-Bewertung vom 26. Juni 2026 schreibt ein Käufer auf amazon.de, es handle sich um „keine Keramikbeschichtung“. Nach drei Monaten habe sich die Beschichtung am Grillrost gelöst, und beim Ersatzgerät sei es genauso gewesen. Das ist ein einzelner Kundenbericht, kein Test. Ob der Käufer mit seiner Einschätzung recht hat, können wir nicht prüfen.

Ein weiterer Käufer rät, auf die genaue Variante zu achten, denn unter einer anderen Artikelnummer gibt es eine weitere Version. Prüfen Sie, ob Modell und Beschichtungsangabe zu dem Gerät im Warenkorb gehören.

Hier nennt das Datenfeld 240 V. Auch das ist eine Angabe aus dem Angebot, nicht vom Typenschild; der Spannungsbereich steht dort und in der Anleitung.

Warum es trotzdem hier steht: Es ist das Gerät für alle, die eine benannte Keramikbeschichtung wollen, ohne für das Edelstahlgehäuse zu zahlen. Sehen Sie sich den Grillrost in den ersten Wochen genau an.

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Wofür wir keine Empfehlung haben

Ein Gerät ganz ohne Beschichtung. Unter den Modellen, die wir im Einzelnen geprüft haben, war keines, bei dem laut Angebot weder Korb noch Einsatz noch Blech beschichtet sind. Deshalb empfehlen wir hier keines.

Weitere Glasgeräte. Andere Heißluftfritteusen mit Glasbehälter haben wir nicht im Einzelnen geprüft und nennen deshalb keine.

Zubehör. Einsätze aus Silikon oder Papier haben wir nicht geprüft und empfehlen deshalb keine.

Was „PFAS-frei“, „PTFE-frei“, „PFOA-frei“ und „Teflon-frei“ bedeuten

Vier Angaben klingen ähnlich und sagen sehr Verschiedenes. Die Stiftung Warentest hat sie im Oktober 2026 für Pfannen eingeordnet. Wir übertragen diese Einordnung auf die Beschichtung einer Heißluftfritteuse.

PFAS ist der Oberbegriff für eine große Gruppe von per- und polyfluorierten Chemikalien. Warentest schreibt: „Einige PFAS sind bereits verboten, weil sie im Verdacht stehen, krebserzeugend zu sein.“ Und weiter: „Umweltschädlich sind aber alle PFAS.“

PTFE ist der klassische Antihaft-Kunststoff. Warentest zählt ihn zu den PFAS und schreibt, er sei „oft bekannt unter dem Markennamen Teflon“.

Daraus ergibt sich, was die Angaben auf einem Gerät aussagen:

  • „PFAS-frei“ ist die weiteste Angabe. Sie schließt PTFE mit ein.
  • „PTFE-frei“ oder „ohne Teflon“ sagt etwas über PTFE, aber nichts über andere fluorhaltige Stoffe. Das ist unsere Schlussfolgerung aus der Einordnung von Warentest, keine Aussage von Warentest selbst.
  • „PFOA-frei“ oder „PFOS-frei“ sagt am wenigsten. Warentest warnt ausdrücklich vor solchen „frei von“-Angaben: „Andere PFAS könnten trotzdem enthalten sein.“

Bei den beiden Cosori-Geräten stehen „PFAS-frei“ und „PTFE-frei“ nebeneinander, dazu der Name des Beschichtungsherstellers. Beim Ninja steht „ohne PFAS“, allerdings mit einem Sternchen, dessen Erklärung wir nicht gefunden haben. Keine dieser Angaben haben wir selbst geprüft. Sie sind ein besserer Ausgangspunkt als „PFOA-frei“, mehr nicht.

Bei Waffeleisen ist das Muster dasselbe, mehr dazu im Artikel Waffeleisen ohne PFAS.

Glas, Edelstahl oder Keramik?

Beim Material anzufangen ist sinnvoll, solange Sie wissen, welches Teil gemeint ist.

Weg Was in unserer Auswahl gemeint ist Worauf Sie achten sollten
Glas Der Garbehälter Liegt das Essen auf einem Blech oder Gitter? Ist das beschichtet?
Edelstahl Das Gehäuse Ist der Garraum innen beschichtet, und womit?
Keramik Eine Beschichtung im Garraum Wird sie benannt? Was sagen Käufer nach Monaten der Nutzung?

Glas

Eine Heißluftfritteuse mit Glasbehälter wirkt auf den ersten Blick wie die sauberste Lösung. Das Essen liegt aber nicht unbedingt direkt auf dem Glas. Beim Ninja CRISPi liegt es auf einem Knusperblech, und das ist laut Angebot antihaftbeschichtet. „Glas“ heißt also nicht automatisch „ohne Beschichtung“. Lesen Sie, was über das Blech oder Gitter im Behälter gesagt wird.

Edelstahl

Bei einer Heißluftfritteuse aus Edelstahl lohnt es sich besonders, genau zu lesen. Beim Cosori Iconic Single bezieht sich „Edelstahl“ auf das Gehäuse. Der Garraum ist laut Angebot keramikbeschichtet. Das ist kein Etikettenschwindel, Cosori schreibt es dazu. Es ist aber etwas anderes als ein Korb aus blankem Stahl. Suchen Sie deshalb den Satz zum Garraum.

Keramik

Bei beiden Cosori-Geräten ist Keramik eine Beschichtung des Garraums. Das Gerät ist also beschichtet, laut Angebot nur eben nicht mit PTFE. Die Stiftung Warentest nennt keramikbeschichtete Pfannen als Alternative zu PFAS-Beschichtungen. In ihrem Pfannentest schnitt allerdings eine von 13 Pfannen wegen fehlender Antihaftwirkung schlecht ab. Das waren Pfannen, keine Heißluftfritteusen. Es zeigt aber, dass Keramik nicht gleich Keramik ist.

Dazu kommt die Frage, ob die Schicht hält. Bei der TurboBlaze meldet ein Käufer eine abgelöste Beschichtung am Grillrost. Ein einzelner Bericht beweist nichts über ein ganzes Modell, ist aber ein Grund, genau hinzusehen.

So prüfen Sie die Angaben vor dem Kauf

Mit diesen Schritten prüfen Sie auch Geräte, die hier nicht vorkommen.

  1. Lesen Sie die Beschreibung, nicht den Titel. Suchen Sie den Satz über Korb, Garraum, Einsatz und Bleche.
  2. Suchen Sie nach Stoffnamen. PTFE, Teflon, PFAS. Steht dort nur „PFOA-frei“, ist die PFAS-Frage nicht beantwortet.
  3. Achten Sie auf Zubehör. Bleche, Gitter und Einsätze können eigens beschichtet sein, wie beim Ninja. Gilt die PFAS-Angabe auch für sie?
  4. Lesen Sie die Warnhinweise. Bei einer Prüfung von Pfannen durch die Verbraucherzentrale NRW, über die die Stiftung Warentest berichtet, fiel ein Muster auf: Ein Hinweis wie „nicht über ca. 260 Grad Celsius erhitzen“, zusammen mit einem Verbot von Metallbesteck, deutet oft auf eine PFAS-Beschichtung hin. Für Heißluftfritteusen haben wir dazu keine Untersuchung gefunden. Als Anlass für eine Nachfrage taugt der Hinweis trotzdem.
  5. Fragen Sie schriftlich beim Hersteller nach. Fragen Sie, ob Korb, Garraum und Zubehör PFAS enthalten und wie die Beschichtung heißt. Rechnen Sie nicht mit einer schnellen oder klaren Antwort. Bei der Prüfung der Verbraucherzentrale NRW gaben viele Anbieter von Pfannen unklare oder gar keine Antworten. Mindestens 17 der 31 untersuchten Pfannen enthielten PFAS.
  6. Prüfen Sie die Variante. Manche Geräte gibt es in mehreren Versionen unter verschiedenen Artikelnummern, und die Bewertungen gelten dann für alle zusammen. Achten Sie darauf, dass die Beschichtungsangabe zu genau dem Modell gehört, das Sie kaufen.

Ist die Heißluftfritteuse in der EU betroffen?

Im Mai 2026 ist das Portal netzwelt der Frage nachgegangen, ob die EU Heißluftfritteusen verbieten will. Die Antwort: „Ein pauschales Verbot für Heißluftfritteusen steht nicht im Raum.“ Und: „Nicht die Geräte selbst stehen zur Debatte, sondern diese Beschichtungen.“ Gemeint sind PFAS-haltige Antihaftbeschichtungen. Das Fazit dort: „Ein Verbot von Heißluftfritteusen ist aktuell nicht geplant.“

Was die EU zu PFAS plant

Ein EU-weites PFAS-Verbot ist vorgeschlagen, aber noch nicht beschlossen (Stand Oktober 2026). Das Verfahren läuft unter dem Chemikalienrecht REACH bei der Europäischen Chemikalienagentur ECHA. Deren Ausschuss für Risikobeurteilung hat seine abschließende Stellungnahme am 2. März 2026 verabschiedet. Der Ausschuss für sozioökonomische Analyse legte am 10. März 2026 einen Entwurf vor, die öffentliche Konsultation dazu lief bis zum 25. Mai 2026. Seine endgültige Stellungnahme wird bis Ende 2026 erwartet. Erst danach legt die EU-Kommission einen Entwurf vor, über den die Mitgliedstaaten im REACH-Ausschuss abstimmen.

Eine Quelle, die Kochgeschirr oder Heißluftfritteusen als eigenen Punkt in diesem Verfahren nennt, haben wir nicht gefunden. Ob und wie Antihaftbeschichtungen in Küchengeräten am Ende erfasst werden, ist also offen.

Und die PFAS-Beschränkungen, die am 10. Oktober 2026 in Kraft getreten sind? Sie gelten laut Stiftung Warentest noch nicht für beschichtete Pfannen. Eine eigene Regel für Heißluftfritteusen haben wir ebenfalls nicht gefunden.

Was Stiftung Warentest jetzt misst

Die Stiftung Warentest hat 42 Heißluftfritteusen geprüft, 22 mit einer Kammer und 20 mit zwei Kammern, und die Übersicht am 3. September 2026 veröffentlicht. Neu für dieses Thema ist die Methode: Unter der Überschrift „Weitere Untersuchungen (ab 2026)“ schreibt Warentest: „Wir ermittelten den Gesamtgehalt organischer Fluorverbindungen in der Beschichtung, zu denen auch PFAS gehören.“ Außerdem wurde die Beschichtung auf „verbotene und zukünftig geregelte per- und polyfluorierte Alkylverbindungen“ untersucht. Ob das für alle 42 Geräte gilt oder nur für die ab 2026 geprüften, steht im frei lesbaren Teil nicht.

Wie die einzelnen Geräte dabei abgeschnitten haben, steht hinter einer Bezahlschranke. Wir haben diese Ergebnisse nicht gelesen. Deshalb nennen wir weder einen Testsieger noch ein Ergebnis zur Beschichtung eines bestimmten Geräts.

Frei lesbar ist die Gewichtung: Zubereitung zählt 60 %, Handhabung 30 %, Sicherheit 5 % und Umwelteigenschaften 5 %. Dazu schreibt Warentest: „Waren die Umwelteigenschaften ausreichend, verschlechterte sich das test-Qualitätsurteil um eine halbe Note.“ Ein gutes Gesamturteil sagt also für sich genommen wenig über die Beschichtung.

Muss der Hersteller sagen, was in der Beschichtung steckt?

Eine Pflicht für Hersteller oder Händler, die Chemie einer Antihaftbeschichtung gegenüber Verbrauchern zu veröffentlichen, haben wir für Deutschland und die EU nicht gefunden. Was Sie erfahren, steht freiwillig im Angebot oder in der Anleitung. Fehlt die Angabe, bleibt nur die Nachfrage. Bei Wasserkochern sind wir auf dieselbe Lücke gestoßen, mehr dazu im Artikel Wasserkocher ohne Plastik.

Kunststoffteile und BPA

Ob und welche Kunststoffteile im Garraum sitzen, haben wir in den drei Angeboten nicht im Einzelnen ausgewertet. Die einzige Zahl, die wir notiert haben: Cosori gibt beim Iconic Single an, das Gerät bestehe zu „96 % Metall“. Woraus der Rest besteht, wissen wir nicht.

Zu BPA haben wir keine eigene Quelle ausgewertet. Deshalb nur ein Hinweis zur Logik: „BPA-frei“ sagt etwas über einen einzigen Stoff, so wie „PFOA-frei“ nur etwas über einen einzigen PFAS-Stoff sagt. Ein Teil ohne BPA kann trotzdem aus einem anderen Kunststoff bestehen. Wenn Ihnen das wichtig ist, fragen Sie den Hersteller, welche Teile im Garraum nicht aus Metall oder Glas sind und woraus sie bestehen.

Sicher nutzen und wann Sie ersetzen sollten

Alle drei Geräte hier haben eine Beschichtung. Wie lange sie hält, hängt auch vom Umgang ab.

  • Nicht unnötig überhitzen. Die Verbraucherzentrale weist laut netzwelt darauf hin, dass sich manche Antihaftbeschichtungen ab etwa 360 °C zersetzen können. Welche Temperatur Korb und Bleche der drei Geräte erreichen, steht in den Unterlagen, die wir gelesen haben, nicht. Heizen Sie das leere Gerät nicht länger vor, als die Anleitung vorsieht.
  • Stark zerkratzte Beschichtungen ersetzen. Das rät ebenfalls die Verbraucherzentrale, wie netzwelt berichtet. Fragen Sie beim Hersteller, ob sich Korb oder Bleche einzeln nachkaufen lassen, bevor Sie das ganze Gerät entsorgen.
  • Kein Metallbesteck im Korb, wenn die Anleitung es verbietet. Kratzer sind genau das, was die Verbraucherzentrale als Grund zum Ersetzen nennt.
  • Zubehör und Reinigung nach Anleitung. Ob Backpapier oder ein Silikoneinsatz in Ihr Gerät darf und ob der Korb in die Spülmaschine kann, steht in der Anleitung. Beim Cosori Iconic Single widersprechen sich hier Angebot und Kundenbericht.

Sehen Sie sich Korb, Gitter und Bleche in den ersten Wochen genau an. Löst sich die Beschichtung früh, melden Sie das dem Händler oder Hersteller und benutzen Sie das beschädigte Teil nicht weiter.

Häufige Fragen

Welche Heißluftfritteuse ist gesundheitlich unbedenklich?

Eine Liste unbedenklicher Geräte haben wir in keiner Quelle gefunden. Die Stiftung Warentest hat 2026 Fluorverbindungen in den Beschichtungen gemessen, die Ergebnisse stehen aber hinter einer Bezahlschranke. Sie können ein Gerät wählen, dessen Angebot „PFAS-frei“ für die Flächen mit Essenskontakt nennt und die Beschichtung benennt. Das bleibt eine Herstellerangabe.

Ist ein Airfryer gesünder als eine Pfanne?

Allgemein beantworten wir das hier nicht. Für die Beschichtung gilt: Beide haben oft eine Antihaftbeschichtung, und für beide reicht „PFOA-frei“ nicht. Zu Fett oder anderen Stoffen im Essen haben wir für diese Seite keine Quellen ausgewertet.

Was sind die Schattenseiten vom Airfryer?

Für dieses Thema vor allem eine: Alle drei Geräte in unserer Auswahl haben eine Beschichtung an Flächen, die das Essen berühren, auch das Glas- und das Edelstahlgerät. Beschichtungen nutzen sich ab; stark zerkratzte sollten laut Verbraucherzentrale, zitiert bei netzwelt, ersetzt werden. Hinzu kommt: Eine Pflicht, die Chemie der Beschichtung offenzulegen, haben wir für Deutschland und die EU nicht gefunden.

Warum warnen Experten vor einer Heißluftfritteuse?

Die Warnungen betreffen nicht das Gerät, sondern die Beschichtung. So formuliert es netzwelt: „Nicht die Geräte selbst stehen zur Debatte, sondern diese Beschichtungen.“ Die Verbraucherzentrale weist laut netzwelt darauf hin, dass sich manche Antihaftbeschichtungen ab etwa 360 °C zersetzen können. Und die Stiftung Warentest schreibt über PFAS allgemein: „Umweltschädlich sind aber alle PFAS.“

Welches ist laut Stiftung Warentest die beste Heißluftfritteuse?

Das wissen wir nicht, weil die Einzelergebnisse des Tests vom September 2026 hinter einer Bezahlschranke stehen. Frei lesbar ist, dass 42 Geräte geprüft und die Beschichtungen auf organische Fluorverbindungen untersucht wurden. Den Test finden Sie auf test.de.

Ist eine Heißluftfritteuse aus Glas wirklich ohne Beschichtung?

Nicht unbedingt. Beim Ninja CRISPi liegt das Essen laut Angebot auf „Antihaft-Knusperblechen“, und im Datenfeld steht „Hat Antihaftbeschichtung: Ja“. Entscheidend ist der Einsatz, nicht das Glas.

Ist eine Keramikbeschichtung sicher?

Eine Keramikbeschichtung ist keine PTFE-Beschichtung, und die Stiftung Warentest nennt keramikbeschichtete Pfannen als Alternative zu PFAS-Beschichtungen. Bei beiden Cosori-Geräten steht „PFAS-frei“ und „PTFE-frei“ im Angebot, geprüft haben wir das nicht. Und auch Keramik kann sich abnutzen, wie ein Kundenbericht zur TurboBlaze zeigt.

Ist „ohne Teflon“ dasselbe wie „ohne PFAS“?

Nein. Teflon ist ein Markenname für PTFE, und PTFE ist ein einzelner PFAS-Stoff. „Ohne Teflon“ schließt also PTFE aus, nicht automatisch alle PFAS. Wenn Sie beides ausschließen wollen, suchen Sie nach „PFAS-frei“.

Was wir tatsächlich tun würden

  • Sie wollen sehen, was gart, und vertrauen der PFAS-Angabe des Herstellers: den Ninja CRISPi**. Rechnen Sie damit, dass das Essen auf einem beschichteten Blech liegt.
  • Sie wollen ein Gerät mit Edelstahlgehäuse und benannter Keramikbeschichtung: die Cosori Iconic Single**. Waschen Sie den Korb von Hand, bis die Anleitung die Frage klärt.
  • Sie wollen Keramik und weniger ausgeben: die Cosori TurboBlaze**. Prüfen Sie die Variante und sehen Sie sich den Grillrost in den ersten Wochen genau an.
  • Sie haben schon ein Gerät mit intakter PTFE-Beschichtung: nicht unnötig überhitzen, kein Metallbesteck, ersetzen, wenn sie stark zerkratzt ist.

Was wir nicht tun würden: ein Gerät nur wegen „PFOA-frei“ oder wegen „Glas“ im Titel kaufen.

Mehr zum Thema: Titanpfannen im Faktencheck · Waffeleisen ohne PFAS · Wasserkocher ohne Plastik

Geprüfte Quellen

Deutschland und EU

Angebote

  • Angebote und Kundenbewertungen auf amazon.de für Ninja CRISPi FN101, Cosori Iconic Single und Cosori TurboBlaze, abgerufen am 23. Oktober 2026.

Alle Angaben zu Geräten stammen aus dem jeweiligen Angebot auf amazon.de, Aussagen von Käufern kennzeichnen wir als solche. „Nicht gefunden“ heißt: Wir haben gesucht und nichts gefunden, nicht, dass es nicht existiert. Prüfen Sie das Angebot vor dem Kauf. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links (Werbelinks). Kein Hersteller hat für eine Platzierung bezahlt, und kein Hersteller hat diesen Artikel vor der Veröffentlichung gelesen.

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